Geschichtliches

Es gibt ja viele uns bekannte Genossenschaften in der nahen Umgebung, wie zB. die „Volksbank Klettgau-Wutöschingen“, die „Raiffeisen ZG“ oder auch die „Winzergenossenschaft Erzingen“. Die Wurzeln dieser Rechtsform lassen sich auf die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts datieren, als es infolge der industriellen Revolution zu großen Umbrüchen kam. Kleinunternehmen, Landwirte und Handwerker mussten sich diesem Wandel stellen und sahen in einer Kooperation die Möglichkeit, ihre Interessen zu bündeln, gemeinsam zu agieren und so wirtschaftlich zu überleben.
Die ersten Genossenschaften in Deutschland waren Kredit- und Einkaufsgenossenschaften; die Idee wurde immer populärer und verbreitete sich. Unter den  Nationalsozialisten jedoch kam es zu einem Einbruch, da diese mit der basisdemokratischen Form der Genossenschaft nichts anfangen konnten. Mit dem Wiederaufbau zu Nachkriegszeiten kam der Genossenschaftsgedanke erneut in Fahrt und so ist diese bis heute eine sehr erfolgreiche Gesellschaftsform.

 

Heute

Aktuell nehmen vor allem Bürgergenossenschaften einen großen Raum ein: Sie können in Zeiten des demografischen Wandels, der Kommerzialisierung und Einsparungen dort Fuß fassen, wo Markt, Staat, Kirche die Daseinsvorsorge nicht (mehr) gewährleisten können. Aktuell entstehen viele zB. in der Energieversorgung, Gastronomie, Pflege, Mobilität oder Bildung – nahe Beispiele sind auch der Dorfladen in Dettighofen oder Altenburg. Alle eint der Gedanke, ein Stück Heimat zu erhalten und die Region für die Zukunft attraktiver zu machen.

Auch die Förderung sozialer oder kultureller Belange kann eine genossenschaftliche Aufgabe sein:

„Die Genossenschaft ist eine Gesellschaft von nicht geschlossener Mitgliederzahl mit dem Zweck, den Erwerb oder die Wirtschaft ihrer Mitglieder oder deren soziale oder kulturelle Belange mittels gemeinschaftlichen Geschäftsbetriebes zu fördern (Legaldefinition des § 1 I GenG). Die Genossenschaft ist damit seit Einführung der Europäischen Genossenschaft (SCE) nicht mehr nur auf wirtschaftliche Aktivitäten beschränkt (Genossenschaftsgesetz i.d.F. der Bekanntmachung vom 6.10.2006, BGBl. I 2230). Der Charakter der Genossenschaft kommt zum Ausdruck:
(1) In der Gleichberechtigung der Mitglieder untereinander ohne Rücksicht auf die Höhe ihrer Kapitalbeteiligung an der Genossenschaft sowie in der Selbstverwaltung durch die Genossenschaftsorgane;
(2) im gemeinschaftlich begründeten Geschäftsbetrieb, der – in Abhängigkeit vom Einzelfall – im Sinn der Förderungsaufgabe nicht unbedingt gewinnorientiert sein muss. Die dt. Genossenschaft als einer Form solidarischer Selbsthilfe hat eine privatrechtliche Erscheinungsform; sie ist eingebunden in den marktwirtschaftlichen Prozess. Im Gegensatz dazu weisen Genossenschaftsformen im Ausland oft gemeinwirtschaftliche oder halbstaatliche Formen mit ordnungspolitischem Anspruch auf.“

Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/genossenschaft-35232/version-258718

 

Vorteile der Genossenschaft

Der große Vorteil der Genossenschaft ist, dass jedes Mitglied gleich stimmberechtigt ist, unabhängig von der Höhe seiner Kapitalbeteiligung. So wird verhindert, dass Einzelne eine zu große Macht erhalten oder Eigeninteressen verfolgt werden. Aufgund ihrer flexiblen Rechtsform sind Ein- und Austritte von Mitgliedern problemlos und ohne notarielle Unterstützung möglich. Die Mitglieder haften lediglich mit Ihrer Einlage*, auf deren Rückzahlung beim Austritt ein Anspruch besteht. Die unabhängige Prüfung durch den Genossenschaftsverband sowie die interne Kontrollmöglichkeit durch die Mitglieder – bei den Jahreshauptversammlungen hat jedes Mitglied gleichermaßen das Recht zur Mitbestimmung – machen diese Rechtsform zur insolvenzsichersten in Deutschland. Neben möglichen Dividenden gewähren viele Genossenschaften ihren Mitgliedern Vergünstigungen, zB. bei Eintrittspreisen oder durch sogenannte Genussrechte. Am schwersten wiegt aber sicherlich die Gewissheit, gemeinsam mit Gleichgesinnten etwas Großartiges zum Gemeinwohl beizutragen.

* wenn satzungsgemäß eine Nachschusspflicht ausgeschlossen ist

Berichte über Bürgergenossenschaften

Gemeinsam gestalten – die Bürgergesellschaft der Zukunft

Aus dem Positionspapier Baden-Württembergischer Genossenschaftsverband e.V.

Neue Wege in der kommunalen Daseinsvorsorge durch Bürgergenossenschaften

Um die Wirtschaftskraft, bezahlbaren Wohnraum und eine erweiterte auch soziale Infrastruktur nachhaltig sicherzustellen, sind neben den Kommunen auch Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Kirchen, Stiftungen und Unternehmen selbst gefragt aktiv zu werden. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, der demografische Wandel und geänderte Ansprüche an die Gestaltung des persönlichen Lebensumfelds sowie der gestiegene Wunsch nach regionaler Partizipation, weisen neue Herausforderungen für die Arbeits-, Wohn-und Lebensbedingungen vor Ort auf.

Durch die Ausdünnung der Infrastruktur entstehen Versorgungsengpässe in den städtischen Quartieren, aber vor allem auch in ländlichen Gemeinden, was die Abwanderungstendenzen verstärkt. Zunehmend wird deutlich, dass die Herausforderungen weder rein durch Marktmechanismen noch die öffentliche Hand allein gemeistert werden können. Hier sind Lösungsansätze gefragt, die es ermöglichen gemeinsam – vor allem zusammen mit der Zivilgesellschaft – Projekte zu initiieren und innovative Ideen nachhaltig zu gestalten. Die im Folgenden aufgelisteten Entwicklungen zeigen beispielhaft auf wie mannigfaltig die Tätigkeitsfelder sind, in denen Handlungsbedarf besteht, und wie differenziert die zu bewältigenden Aufgaben durch genossenschaftliche Kooperationen gelöst werden können:

  • Die demografische Entwicklung der Bevölkerung ist durch einen anhaltenden Alterungsprozess geprägt, der Pflege- und Betreuungsaufwand steigt und dem Wunsch nach dem Älterwerden in vertrauter Umgebung muss begegnet werden. Dazu braucht es neue Formen von bürgerschaftlichem Engagement, gegenseitiger Unterstützung, häuslicher Betreuung und haushaltsnahen Dienstleistungen.
  • Es besteht Bedarf an bezahlbaren und dezentralen Wohn- und Pflegeformen, welche die individuellen Bedürfnisse (z.B. Barrierefreiheit, Betreuungsangebote, attraktive Mietwohnungen für junge Erwachsene) befriedigen können und zusätzlich an innovativen Angeboten, wie beispielsweise Coworking-Spaces
  • Eine weitere Herausforderung ist der Rückzug der Nahversorgung mit Lebensmitteln, Gütern des täglichen Bedarfs, Postservice, Banken sowie gastronomischen Angeboten aus dem ländlichen Raum, aber auch aus stadtnahen Wohnquartieren. Hier haben sich in den letzten Jahren unter anderem genossenschaftlich geführte Dorfläden und Dorfgasthäuser, sowie multifunktionale Nahversorgungs- und Begegnungszentren als Erfolgskonzept bewährt
  • Durch den Wegfall öffentlicher und kirchlich-sozialer Einrichtungen und Angebote entfallen zudem vermehrt Begegnungsmöglichkeiten, generationenübergreifende Kommunikationsmöglichkeiten sowie Gemeinschaftseinrichtungen. Hier schaffen genossenschaftliche Angebote erfolgreich Abhilfe, indem sie Räume für generationenübergreifende Begegnungen zur Verfügung stellen. Oftmals ist dies verbunden mit kulturellen Angeboten
  • Zudem steht der Ausbau des Öffentlichen Personen Nahverkehrs (ÖPNV) oben auf der Agenda: eine verlässliche Anbindung auch in ländlichen Regionen wird angestrebt, was jedoch nicht für jeden Ort möglich sein wird. Demzufolge werden zusätzliche Angebote benötigt, um auch mobilitätseingeschränkten Personen die aktive Teilnahme am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Darüber hinaus wird Mobilität per se neu zu denken sein – beispielsweise in Form von sozialverantwortlichen und ökologischen Sharing-Modellen – die bereits heute erprobt werden
  • Auf der anderen Seite bietet der Ländliche Raum Ressourcen, wie z.B. die Erzeugung und Nutzung von Erneuerbaren Energien (Wind, Wasser, Sonne, Biomasse). Hier können Genossenschaften geeignete dezentrale Strukturen schaffen und somit die Wertschöpfung in der Gemeinde bzw. Region erhalten.

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Daseinsvorsorge neu gedacht: Bürgergenossenschaften

Aus der Mitgliederzeitschrift Geno Graph des Baden-Württembergischer Genossenschaftsverband e.V.

Daseinsvorsorge neu gedacht: Bürgergenossenschaften

08.11.2018 / Thomas Klie, Florian Wernicke und Katarina Lissek

War in früheren Zeiten der Zuchtbulle ein bedeutsamer Teil des ländlichen Lebens, so ist es heute das Internet-Breitbandkabel. Dieses Bild illustriert nur eine von vielen tiefgreifenden Veränderungen, die an die Transformationen einer alternden und mobilen Gesellschaft gebunden sind. Der Begriff der Daseinsvorsorge verweist zunächst auf die gesetzlich verankerte kommunale Verantwortung zur Wahrnehmung spezifischer Pflichtaufgaben der örtlichen Grundversorgung. Dazu zählen unter anderem das Vorhalten einer funktionalen Infrastruktur der Wasserver- und -entsorgung, Abfall- und Kreislaufwirtschaft, Energieversorgung oder die Bereitstellung von Gesundheitsleistungen. Erwerbsstrukturelle und demografische Veränderungen stellen Kommunen dabei vielerorts vor die Herausforderung, Aufgaben der Daseinsvorsorge neu zu organisieren. Sie resultieren in einer mitunter erheblichen Reduktion kommunaler fiskalischer Handlungsspielräume sowie der damit verbundenen und auf Infrastrukturen sowie Leistungen der Daseinsvorsorge bezogenen Angebots- und Nachfragestruktur. Diese Effekte werden durch eine weitreichende Ökonomisierung und Digitalisierung des öffentlichen Raums noch verschärft. In der Vergangenheit wurden die vormals hoheitlich organisierten Aufgaben der Daseinsvorsorge teilweise privatisiert und an verschiedene Marktakteure delegiert. Die Erfahrung der zurückliegenden Jahre zeigt, dass diese Bearbeitungsform besonders in strukturärmeren, ruralen Gebieten zunehmend dysfunktional ist. Vor dem Hintergrund des Postulats gleichwertiger Lebensbedingungen müssen diese Zustände als deutliche Handlungsaufforderung verstanden werden. In einem modernen und gemeinwohlorientierten Verständnis erschöpft sich die Definition von Aufgaben der Daseinsvorsorge nicht allein in der Erfüllung gesetzlicher Pflichten: Sie speist sich aus der gemeinsamen Verantwortung für die Bedingungen guten Lebens (Nussbaum, 1999) vor Ort. Diese Interpretation umfasst neben Momenten aktiver Beteiligung der lokalen Bevölkerung an den für sie und ihren Lebensraum bedeutsamen Entscheidungszusammenhängen auch die Suche nach neuen, kooperativen und koproduktiven Wirtschaftsformen (Schmidt, 2017). Die Rechtsform der Genossenschaft präsentiert sich in diesem Zusammenhang als grundlegend demokratische, alternative Gestaltungsoption.

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt „KoDa eG – Kommunale Daseinsvorsorge durch Bürgergenossenschaften“ greift die skizzierten problematischen Entwicklungen auf. Begleitet durch den BWGV sucht das Projekt mit der Vorbereitung exemplarischer Genossenschaftsgründungen in vier bundesweiten Pilot-Standorten nach einer für Bürger und Kommunen attraktiven, wirtschaftlich tragfähigen, kommunale Verantwortlichkeiten berücksichtigenden sowie demokratische Strukturen sichernden Weise nach neuen Wegen der Wahrnehmung von Aufgaben der Daseinsvorsorge. Dabei setzt das vom Zentrum für zivilgesellschaftliche Entwicklung (zze) geführte Konsortium auf das Konzept der Bürgergenossenschaft. Dieses findet seine Aufgaben und Zwecke dort, wo weder Staat noch Markt Aufgaben der Daseinsvorsorge in einer stabilen und für Bürger zugänglichen Art allein wahrnehmen können.

Die Besonderheit von KoDa eG besteht in der hybriden Konzeption der Bürgergenossenschaften, die zugleich unterschiedliche Aufgaben unter einem Dach verbinden sollen: Energie- und Nahversorgung, Pflege und Begleitung, Mobilität oder Kultur – um nur einige zu nennen. Die Herausforderung: Genossenschaften sind (gemein)wirtschaftliche Unternehmen und setzen ein tragfähiges Geschäftsmodell voraus. Sie müssen ihren Nutzen für Bürger und Kommune unter Beweis stellen und zugleich wirtschaftlich solide handeln. Dass dies möglich ist, darüber waren sich bundesweit aktive Experten aus Forschung und Praxis im Genossenschaftswesen innerhalb eines von zze und dem BWGV organisierten Workshops zum Thema „Bürgergenossenschaften“ Anfang August 2018 in Stuttgart einig. Das Konzept hybrider Bürgergenossenschaften ist attraktiv. Ziel des Workshops war es, Chancen und Herausforderungen hybrider Genossenschaften innerhalb eines gemeinsamen Forums zu analysieren. Hierzu wurden sechs Arbeitsthesen diskutiert:

  • These 1
    Hybride Genossenschaften sind zur Erfüllung von Aufgaben der Daseinsvorsorge geeignet und bieten eine attraktive Perspektive.
  • These 2
    Hybride Genossenschaften verlangen nach einem leistungsfähigen Management.
  • These 3
    Hybride Bürgergenossenschaften sind keine Idealvereine. Sie verfolgen einen (gemein-) wirtschaftlichen Zweck und funktionieren nur mit einem tragfähigen Geschäftsmodell.
  • These 4
    Hybride Genossenschaften bündeln (lokale/ regionale) Ressourcen, verteilen Risiken und Gewinne und erlangen so eine hohe Stabilität.
  • These 5
    Kommunen müssen gemeinwirtschaftliche Strategien in ihr Handlungsspektrum aufnehmen und in ihr Leitbild integrieren.
  • These 6
    Bürgergenossenschaften bauen auf einer lokalen und regionalen Governance-Kompetenz.

    Seit Langem gibt es Beispiele für Bürgergenossenschaften, die (zunehmend) wirtschaftlich erfolgreich agieren und wichtige Aufgaben in der Kommune übernehmen. Die Vorstellung der Bocholter Bürgergenossenschaft eG – die primär soziale Aufgaben wahrnimmt –, des Dorfladens Unser Dorfladen Jagsthausen eG und der Energiegenossenschaft Weiler Wärme eG während des Workshops ist nicht nur ein Verweis auf die Vielfalt genossenschaftlicher Aktivitäten. Sie betont zugleich deren gesellschaftliche Bedeutung. Für die Kommunalpolitik sind Bürgergenossenschaften auch deshalb hoch relevant und interessant, da sie auf die aktive Mitgestaltungsbereitschaft der Bürger setzen. So leben sie das Demokratieprinzip nach innen. Sie setzen zudem auf Gemeinwohlförderung und gemeinwirtschaftliche Effekte. Hierdurch sind sie in der Lage, eine örtliche Kultur demokratischen Miteinanders – im Sinne mitverantwortlicher Gemeinwesengestaltung – zu etablieren.

Zugleich wurde aber auch deutlich, wie voraussetzungsreich die hybride Organisation von Bürgergenossenschaften ist: Sie verlangt vor allem nach einer stabilen kommunalen Governance, fachlichem und administrativen Sachverstand sowie nach Resonanz in der örtlichen Bevölkerung, Wirtschaft und Kommunalpolitik. Dann aber, so waren sich die Teilnehmenden des Workshops einig, besitzen Bürgergenossenschaften in Zeiten der eingangs beschriebenen Transformationen das Potenzial, Bedingungen guten Lebens für die Bürger vor Ort auch in der Zukunft zu gewährleisten – und dies jenseits rein gewinnorientierten Wirtschaftens und in demokratischer Art und Weise.

Bürgerbeteiligung gelingt am besten durch Genossenschaften

Pressemitteilung des Baden-Württembergischer Genossenschaftsverband e.V.

Neue Veranstaltungsreihe: Bürgerbeteiligung gelingt am besten durch Genossenschaften

09.11.2018 / Thomas Hagenbucher

Ein enormes Potenzial für weitere Genossenschaftsgründungen sieht der Baden-Württembergische Genossenschaftsverband (BWGV). „Mithilfe von Genossenschaften lassen sich lokale und regionale Zukunftsprojekte hervorragend realisieren und zugleich die Bürger vor Ort mit einbinden“, sagt Monika van Beek, Vorstandsmitglied des BWGV, auf einer Veranstaltung des Verbands zum Thema „Bürgerbeteiligung“ am Donnerstag, 8. November, in der Volksbank Stuttgart. Diese ist der Auftakt der „Veranstaltungsreihe Bürgergenossenschaften“, mit der der BWGV auf das große Potenzial und die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Genossenschaften hinweisen will.

„Die Sicherung örtlicher Infrastruktur – vor allem in ländlichen Gebieten – wird vermehrt zu einer Gemeinschaftsaufgabe. Genossenschaftliche Lösungen haben den großen Vorteil, dass sie sich sehr gut für die unterschiedlichsten Einsatzmöglichkeiten eignen und zugleich die Bürger vor Ort aktiv mit einbinden und so die Akzeptanz und auch die Erfolgsaussichten von Projekten erhöhen“, erläutert Verbandsdirektorin van Beek. Nicht zuletzt gilt die eingetragene Genossenschaft (eG) als die stabilste und mit Abstand insolvenzsicherste Rechtsform. Außerdem bleibt die Wertschöpfung in der jeweiligen Region erhalten und wird sogar weiter ausgebaut. „Gerade in der Kombination aus bürgerschaftlichem, kommunalem und unternehmerischem Engagement kann Großes erwachsen“, verdeutlicht van Beek. Die Rechts- und Unternehmensform der eingetragenen Genossenschaft bietet passende Lösungen zum Beispiel für die Nahversorgung mit Lebensmitteln (Dorfläden), für Kinderbetreuung und Bildung, Pflege, moderne Mobilität, Gesundheitsdienstleistungen, zum Beispiel durch Ärztegenossenschaften, oder auch für die Quartiersentwicklung und bedarfsgerechtes Wohnen. {…}